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Darmkrebs (Reihe: Teil 1/4)

Symptome und Warnsignale frühzeitig erkennen

Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung und betrifft jährlich rund 60.000 Menschen. Das Heimtückische: Im frühen Stadium verursacht Darmkrebs meist keine Beschwerden, weshalb regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen lebensrettend sein können. Wer jedoch auf bestimmte Symptome und Warnsignale achtet, kann mögliche Anzeichen frühzeitig erkennen und rechtzeitig handeln.

Symptome, die ernst genommen werden sollten

Die Anzeichen von Darmkrebs sind oft unspezifisch und können leicht mit harmlosen Verdauungsproblemen verwechselt werden. Dennoch gibt es einige typische Symptome, die aufhorchen lassen sollten:

  • Veränderte Stuhlgewohnheiten: Anhaltende Durchfälle, Verstopfung oder ein Wechsel beider Zustände können ein Warnsignal sein.
  • Blut im Stuhl: Rotes oder dunkles Blut im Stuhl kann auf Polypen oder bösartige Tumore im Darm hinweisen.
  • Bauchschmerzen und Blähungen: Wiederkehrende Krämpfe, ein Druckgefühl oder anhaltende Blähungen ohne ersichtlichen Grund können frühe Anzeichen für Darmkrebs sein.
  • Ungewollter Gewichtsverlust: Wenn das Körpergewicht ohne Veränderung der Essgewohnheiten sinkt, kann dies ein Hinweis auf eine Krebserkrankung sein.
  • Müdigkeit und Leistungsschwäche: Chronische Erschöpfung kann durch innere Blutungen verursacht werden, die eine Blutarmut nach sich ziehen.

Da diese Symptome auch bei anderen Verdauungsproblemen auftreten können, ist eine ärztliche Abklärung ratsam – insbesondere, wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten.

Risikofaktoren, die das Erkrankungsrisiko an Darmkrebs erhöhen

Nicht jeder Mensch hat das gleiche Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Einige Faktoren begünstigen die Entstehung der Erkrankung:

  • Alter: Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko für Darmkrebs deutlich an.
  • Familiäre Vorbelastung: Liegen Fälle von Darmkrebs oder Darmpolypen in der Familie vor, ist eine frühere Vorsorge empfehlenswert.
  • Ungesunde Ernährung: Eine ballaststoffarme, fettreiche Ernährung mit viel rotem und verarbeitetem Fleisch erhöht das Risiko.
  • Bewegungsmangel: Körperliche Inaktivität kann die Darmgesundheit negativ beeinflussen und das Krebs-Risiko erhöhen.
  • Rauchen und Alkoholkonsum: Beide Faktoren begünstigen Zellveränderungen im Darm.
  • Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen: Menschen mit Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn haben ein höheres Risiko für Darmkrebs.

Ein gesunder Lebensstil mit viel Bewegung, einer ausgewogenen Ernährung und regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen kann helfen, das Risiko zu senken.

Warnsignale ernst nehmen und Vorsorge nutzen

Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. In frühen Stadien liegt die Heilungsrate bei über 90 %. Daher sind Vorsorgeuntersuchungen essenziell:

  • Ab 50 Jahren wird die jährliche Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut empfohlen.
  • Ab 55 Jahren übernehmen Krankenkassen die Kosten für eine Darmspiegelung, die zuverlässig frühe Stadien von Darmkrebs erkennen kann.

Wer zur Risikogruppe gehört, sollte bereits früher mit der Vorsorge beginnen. Eine regelmäßige Darmspiegelung kann Krebsvorstufen – sogenannte Polypen – erkennen und entfernen, bevor sie bösartig werden.

Bild zeigt den Eingriff einer Darmspiegelung in einem medizinischen Rahmen. Patient*in liegt seitwärts auf einer Behandlungsliege. Der Körper ist ab Schulter abwärts mit einem grünen Tuch abgedeckt. An beiden Seiten der Liege steht medizinisches Fachpersonal in Kitteln und Handschuhen. Die rektale Einführung eines Koloskops wird angedeutet. #Darmkrebsvorsroge #Darmspiegelung #Koloskopie
(Darstellung einer Koloskopie/Darmspiegelung)

Darmkrebs ist vermeidbar – und heilbar, wenn er früh erkannt wird

Die gute Nachricht: Bis zu 90 % aller Fälle von Darmkrebs könnten durch eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Vorsorge verhindert werden. Achten Sie auf mögliche Symptome und Warnsignale Ihres Körpers und nutzen Sie die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen Ihrer Krankenkasse.

Ihre Gesundheit liegt uns am Herzen – informieren Sie sich jetzt über unsere Präventionsmaßnahmen und lassen Sie sich beraten!

Leistungen der bkk melitta hmr zu diesem Thema:

Als Krankenkasse unterstützen wir Sie dabei, sich bestmöglich über Therapie-Optionen zu informieren und begleiten Sie auf Ihrem Weg zu mehr Gesundheit und Wohlbefinden. Denken Sie daran: Prävention ist der erste Schritt zur Vermeidung von Darmkrebs – regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen können Leben retten.

>> Weitere Informationen zum Thema Darmkrebs erhalten Sie auf unserer Website im Rahmen unserer Jahreskampagne 2025.

Quellen der im Text genannten Zahlen:

Jährliche Neuerkrankungen von Darmkrebs in Deutschland (ca. 60.000 Fälle): Laut einer Studie erkranken in Deutschland jährlich etwa 60.000 Menschen an Darmkrebs. >> ​darmkrebs.ch+3gastro-oberberg.de+3Focus+3

Fünf-Jahres-Überlebensrate im frühen Stadium (über 90 %): Bei früh erkanntem Darmkrebs liegt die Fünf-Jahres-Überlebensrate bei über 90 %. >> ​NDR.de+1darmkrebs.de+1

Empfohlene Vorsorgeuntersuchungen ab 50 bzw. 55 Jahren: In Deutschland übernehmen die Krankenkassen ab dem 50. Lebensjahr die Kosten für eine jährliche Stuhluntersuchung auf verstecktes Blut und ab dem 55. Lebensjahr die Kosten für eine Darmspiegelung. >> ​healthcare-in-europe.com

Verhinderung von bis zu 90 % der Fälle durch gesunde Lebensweise und Vorsorge: Eine gesunde Lebensweise und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen könnten bis zu 90 % der Darmkrebsfälle verhindern. ​>> darmkrebs.ch




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