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Ausgewogene Ernährung

So gelingt der Einstieg in eine ausgewogene Ernährung

Im Frühjahr sind Ernährungstrends und Diäten wieder ein großes Thema. Jeder möchte schnell die perfekte Bikinifigur erreichen. Doch eine ausgewogene Ernährung ist mehr als nur ein kurzfristiger Trend. Elke Diekmann, Ernährungsberaterin aus Varel, gibt wertvolle Tipps für eine gesunde Ernährung und hilft dabei, die richtige Nahrungszusammensetzung zu finden.

Low Carb: Was steckt hinter diesem Ernährungstrend?

Der Trend „Low Carb“ ist seit Jahren beliebt, doch was bedeutet das eigentlich genau? Übersetzt heißt es „wenig Kohlenhydrate“. Während die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt, dass 50 % der täglichen Energiezufuhr aus Kohlenhydraten bestehen, tendieren viele Menschen dazu, Kohlenhydrate stark zu reduzieren oder sogar komplett zu streichen. Das kann langfristig problematisch sein, besonders wenn die Kohlenhydrate durch zu viel tierisches Eiweiß ersetzt werden. Eine gesunde Ernährung beinhaltet eine ausgewogene Kohlenhydrataufnahme, um den Fettstoffwechsel nicht aus der Balance zu bringen. Besonders Menschen mit Nierenproblemen sollten auf eine zu hohe Eiweißaufnahme achten.

Ernährungspyramide Erklärung: So setzen Sie sie in die Praxis um

Ein hilfreiches Modell für eine ausgewogene Ernährung ist die Ernährungspyramide. Sie zeigt, wie Sie Ihre tägliche Nahrungsaufnahme ideal verteilen können. Die Grundlage bilden zuckerfreie Getränke, gefolgt von zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse – jeweils eine Handvoll pro Mahlzeit. Die nächsthöhere Ebene der Pyramide beinhaltet Getreideprodukte wie Brot und Hülsenfrüchte. Wichtig ist, dass Sie auch die kleineren Ebenen beachten: Milchprodukte, Fisch und Geflügel sollten in moderaten Mengen konsumiert werden, während Fette und Süßigkeiten nur in geringen Mengen Platz finden. Die Ernährungspyramide bietet eine anschauliche Orientierung für eine gesunde Ernährung im Alltag.

Ist Brot wirklich ungesund?

Im Zusammenhang mit der Low-Carb-Diskussion wird Brot häufig als ungesund angesehen. Doch nicht alle Brotsorten sind gleich. Als Tipp für eine gesunde Ernährung wird empfohlen, vor allem Vollkornbrote oder Brote mit hohem Saatenanteil zu essen, da sie reich an Ballaststoffen sind und länger sättigen. Auch die Zubereitung spielt eine Rolle: Brot mit längerer Gehzeit ist bekömmlicher und unterstützt den Stoffwechsel.

Sind Saftkuren und Shakes eine gute Lösung?

Viele Menschen greifen bei Diäten auf Saftkuren oder Shakes zurück. Doch diese Methoden sind keine langfristige Lösung für eine gesunde Ernährung. Eine gesunde Ernährung beinhaltet eine nachhaltige Veränderung des Ernährungsverhaltens, die nicht nur auf kurzfristige Diäten setzt. Ein Shake oder eine Saftkur kann zwar den ersten Gewichtsverlust fördern und motivieren, jedoch ist es wichtig, danach die Ernährung dauerhaft umzustellen, um dem Jo-Jo-Effekt zu entgehen.

Wie sieht eine ausgewogene tägliche Ernährung aus?

Die Ernährungspyramide gibt eine klare Struktur vor, wie eine gesunde Ernährung aussehen sollte. Die Basis bilden die zuckerfreien Getränke. In der zweiten Ebene stehen zwei Teile Obst und drei Teile Gemüse. Jede Portion ist eine Handvoll. Einfacher geht es nicht. Darüber befindet sich die Getreideähre, die für Brot, Getreide, Beilagen und Hülsenfrüchte steht. Jede Ebene wird bei einer Pyramide kleiner und so sinkt hier der Anteil immer weiter. Milchprodukte, Fisch und Geflügel sind unterhalb der wenigen Fetten angesiedelt. Die kleinste Spitze bilden Pommes oder Süßigkeiten, die natürlich nur in geringem Maße konsumiert werden sollten. Das Gute ist aber, dass es keine Verbote gibt.

Sind Fette wirklich ungesund?

Nicht alle Fette sind schlecht. Eine ausgewogene Ernährung beinhaltet den Verzehr von mehrfach ungesättigten Fettsäuren, wie sie in Nüssen, Olivenöl und fettreichem Seefisch enthalten sind. Diese Fette haben positive Auswirkungen auf den Körper, während gesättigte Fettsäuren, wie sie in Kokosöl enthalten sind, nur in Maßen genossen werden sollten. Zum Erhitzen ist Rapsöl sehr gut geeignet. Für Salate wären Nussöle, Leinöl oder Olivenöl eine gute Wahl. Als Streichfett würde ich Butter vorziehen, da die im Vergleich zu Margarinen nicht so sehr bearbeitet ist.

Mit diesen Tipps für eine ausgewogene Ernährung und einer bewussten, ausgewogenen Nahrungsaufnahme können Sie nicht nur Ihre Wunschfigur erreichen, sondern auch langfristig gesund bleiben. Achten Sie darauf, die Grundlagen der Ernährungspyramide zu verstehen und im Alltag umzusetzen.

Zur Person Elke Diekmann:

Elke Diekmann ist Diplom-Oecotrophologin. Die Niedersächsin hat ihr Studium in Bonn absolviert. Seit 2006 ist sie bei der Deutschen Gesellschaft der qualifizierten Ernährungstherapeuten und Ernährungsberater e.V. registriert. Eine regelmäßige Fort- und Weiterbildung an anerkannten Organisationen ist daher Pflicht.

Leistungen der bkk melitta hmr zu diesem Thema:

Unterstützung beim Thema Ernährung ist oft eine individuelle Angelegenheit. Darum möchte die bkk melitta hmr den betroffenen Patient:innen unter die Arme greifen. In Kooperation mit Experten von Ernährungstherapie.Online findet eine passgenaue Beratung statt. Die Versicherten erhalten eine finanzielle Unterstützung, sodass der Eigenanteil nicht zu hoch ist.

>> Weitere Informationen zur Ernährungsberatung oder -therapie erhalten Sie auf unserer Website.




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