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Trockene Augen

Ursachen, Symptome und effektive Tipps gegen trockene Augen

Trockene Augen sind eine häufige, aber oftmals unbeachtete Gesundheitsstörung, die nicht nur unangenehm ist, sondern auch die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Wenn die Augen nicht genug Tränenflüssigkeit produzieren oder die Tränen zu schnell verdunsten, kann es zu Augentrockenheit kommen, die mit Symptomen wie Rötung, Juckreiz und einem Fremdkörpergefühl einhergeht. Dieser Zustand tritt nicht nur während intensiver Bildschirmarbeit auf, sondern auch in bestimmten Lebensphasen oder aufgrund von Umwelteinflüssen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was hinter trockenen Augen steckt, welche Ursachen dafür verantwortlich sind und vor allem, wie Sie mit effektiven Tipps gegen trockene Augen Abhilfe schaffen können.

Was sind trockene Augen und wie entstehen sie?

Trockene Augen oder Augentrockenheit entstehen, wenn das Gleichgewicht zwischen der Produktion und dem Abfluss von Tränenflüssigkeit gestört ist. Diese Störung kann sowohl die Qualität als auch die Quantität der Tränen betreffen. Tränenflüssigkeit hat eine wichtige Schutzfunktion, da sie das Auge vor Infektionen schützt, die Hornhaut befeuchtet und für eine klare Sicht sorgt. Wenn die Augen nicht ausreichend mit Feuchtigkeit versorgt werden, können sie sich entzünden und schmerzen. Eine Störung dieses natürlichen Befeuchtungssystems kann zu einer chronischen Erkrankung führen, die als trockene Augen bekannt ist.

Ursachen von trockenen Augen

Die Ursachen für trockene Augen sind vielfältig. Sie können durch äußere Faktoren, aber auch durch innere gesundheitliche Störungen hervorgerufen werden.

  • Alter: Mit zunehmendem Alter nimmt die Funktion der Tränendrüsen ab, was die Tränenproduktion verringern kann. Dies ist besonders bei Frauen in den Wechseljahren aufgrund hormoneller Veränderungen häufig der Fall.
  • Medikamente: Bestimmte Medikamente, wie Antihistaminika, Blutdruckmedikamente oder Antidepressiva, können die Tränenproduktion verringern und so zur Entstehung von Augentrockenheit führen.
  • Bildschirmarbeit: Wer viel am Computer arbeitet oder viel Zeit mit mobilen Geräten verbringt, blinzelt seltener, was die Verdunstung der Tränenflüssigkeit begünstigt. Dies führt häufig zu einer temporären oder chronischen Trockenen Augen.
  • Umwelteinflüsse: Luftverschmutzung, starke Klimaanlagen, Heizungen und windige Wetterbedingungen können die Verdunstung der Tränenflüssigkeit verstärken und die Symptome von Trockenen Augen verschärfen.
  • Erkrankungen: Bestimmte Erkrankungen, wie das Sjögren-Syndrom (eine Autoimmunerkrankung), Diabetes oder Schilddrüsenprobleme, können die Funktion der Tränendrüsen beeinträchtigen und zu Augentrockenheit führen.

Symptome von trockenen Augen

Die Symptome sind vielfältig und können von mild bis schwer reichen. Zu den häufigsten Beschwerden zählen:

  • Brennen und Stechen: Ein brennendes oder stechendes Gefühl im Auge ist eines der häufigsten Symptome.
  • Rötung und Schwellung: Die Augen können gerötet und gereizt erscheinen, was auf eine Entzündung hindeutet.
  • Fremdkörpergefühl: Oft fühlen sich die Augen an, als ob ein Fremdkörper darin steckt, was zu einem unangenehmen Drücken führen kann.
  • Verschwommenes Sehen: Trockene Augen können das Sehen vorübergehend verschwimmen lassen, da die Hornhaut nicht ausreichend befeuchtet wird.
  • Übermäßiges Tränen: Paradoxerweise kann Augentrockenheit auch zu einer Überproduktion von Tränen führen, da das Auge versucht, den Mangel an Feuchtigkeit auszugleichen.

Tipps gegen trockene Augen: So können Sie Abhilfe schaffen

Es gibt zahlreiche Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um die Symptome von trockenen Augen zu lindern und die Gesundheit Ihrer Augen zu fördern.

  1. Pausen einlegen und Blinzeln üben: Wenn Sie viel am Bildschirm arbeiten oder lesen, ist es wichtig, regelmäßig Pausen einzulegen. Die 20-20-20-Regel kann hierbei helfen: Alle 20 Minuten sollten Sie für 20 Sekunden in die Ferne schauen, um die Augen zu entspannen und das Blinzeln zu fördern, was die Tränenflüssigkeit gleichmäßig verteilt.
  2. Luftfeuchtigkeit erhöhen: Besonders in beheizten oder klimatisierten Räumen kann die Luft sehr trocken sein, was zu einer erhöhten Verdunstung der Tränen führt. Ein Luftbefeuchter kann die Luftfeuchtigkeit erhöhen und das Verdunsten der Tränen verhindern.
  3. Künstliche Tränen: Wenn Ihre Augen nicht ausreichend Tränen produzieren, können künstliche Tränen in Form von Augentropfen oder Gelen helfen, die Symptome von trockenen Augen zu lindern und die Augen zu befeuchten.
  4. Ernährung anpassen: Eine ausgewogene Ernährung mit reichlich Omega-3-Fettsäuren (z. B. aus Fisch, Walnüssen oder Leinsamen) kann die Tränenproduktion unterstützen. Studien zeigen, dass diese Fettsäuren entzündungshemmend wirken und die Augen gesund halten.
  5. Gesunde Lebensgewohnheiten: Achten Sie auf ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und eine stressfreie Lebensweise. Stress und Schlafmangel können den Hormonhaushalt beeinträchtigen und die Symptome von Augentrockenheit verschärfen.
  6. Schutzbrille tragen: Bei windigem oder staubigem Wetter kann eine Schutzbrille dabei helfen, die Augen vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen und die Verdunstung der Tränen zu reduzieren.
  7. Regelmäßige Augenpflege: Neben der Verwendung von Tränenersatzmitteln können Sie Ihre Augen auch durch regelmäßige Augenlidpflege pflegen. Dabei hilft es, die Lider sanft zu reinigen, um Ablagerungen von Talg oder Schmutz zu entfernen, die die Tränenproduktion beeinträchtigen können.

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Wenn die Symptome trotz Anwendung unserer Tipps nicht besser werden oder sich sogar verschlimmern, sollten Sie unbedingt einen Augenarzt oder eine Augenärztin aufsuchen. In seltenen Fällen können trockene Augen auch ein Anzeichen für eine zugrunde liegende Erkrankung sein, wie etwa das Sjögren-Syndrom oder eine andere Autoimmunerkrankung. Ein Facharzt kann die genaue Ursache feststellen und gezielte Behandlungsmöglichkeiten vorschlagen, die langfristig zur Linderung der Beschwerden beitragen. Trockene Augen sind ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem, das nicht unbeachtet bleiben sollte. Mit einer gezielten Pflege können Sie Ihre Augen wieder ins Gleichgewicht bringen und Beschwerden lindern. Achten Sie auf Ihre Augen und suchen Sie bei anhaltenden Problemen immer rechtzeitig einen Arzt auf. Ihre Augen sind wertvoll – sorgen Sie dafür, dass sie gesund bleiben!




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